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Luther-Oratorium: Sänger gesuchtGottesdienste & Termine9. September - 2. Oktober 2016
Luther-Oratorium: Sänger gesuchtGottesdienste & Termine9. September - 2. Oktober 2016

 

Informationen aus der Martini-Kirchengemeinde

 

 

12. Martini-Markt 2016

Wieder ist es soweit! Am Samstag, dem 29.10., und am Sonntag, dem 30.10. findet der diesjährige Martini-Markt rund um die Martinikirche statt. Wieder gibt es ein buntes Programm: u.a. singt am Samstag Nachmittag der Siegen Gospel Choir unter der Leitung von Helmut Jost und am Sonntag Nachmittag musiziert die Fritz-Busch-Musikschule in der Martinikirche; Märchenerzähler_innen erzählen für Kinder und Erwachsene an beiden Tagen in der Jurte; der Bläserkreis Siegen-Mitte musiziert.

Viele kulinarische Genüsse können Sie kosten und kaufen: Waffeln vom Holzofen, die beste Currywurst, ein Buffet mit selbst gebackenen Köstlichkeiten, Wein, am Sonntag leckere Kürbissuppe. Der Edeltrödel, Kreatives im Kindergarten- und Kreativ-Stand, leckere Liköre und Marmeladen, Früchtebrot, dänische Kerzen…

Am Samstag sind Bürgermeister und Superintendent zur Eröffnung um 11.00 Uhr eingeladen. Am Sonntag findet um 10.30 Uhr ein Kantatengottesdienst statt. Halten Sie sich den Termin frei! Es lohnt sich! Und wenn Sie selbst noch einen  leckeren Kuchen backen können sowohl für Samstag als auch für Sonntag, freuen wir uns. Melden Sie sich dann bitte bei Lydia Dück (33 49 02), damit wir planen können.

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Förderverein für die Martinikirche

Die Martinikirche ist die älteste Kirche unserer Stadt. Das Bruchstein-Mauerwerk ist an einigen Stellen dringend sanierungsbedürftig. Ein fachliches Gutachten macht deutlich, dass Sanierungsarbeiten in Höhe von 600.000 Euro erforderlich sind, wenn wir nicht nur die Verkehrssicherheit garantieren wollen. Wir haben als Kirchengemeinde Anfang dieses Jahres bereits einen Antrag auf Bezuschussung beim Förderprogramm des Bundes für denkmalgeschützte Gebäude gestellt – dieser ist in diesem Jahr leider nicht berücksichtigt worden. Um das wichtige Kirchenbauwerk in der Substanz zu erhalten, braucht es eine konzertierte Aktion. Daher wollen wir einen Förderverein gründen. Wir laden herzlich ein zur Gründungsversammlung am Sonntag, dem 20. November 2016, um 12.00 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst in die Martinikirche. 

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

2. Martini-Stadtgespräch

diesmal am Buß- und Bettag

Populismus – ein Phänomen, das um sich greift in unserer Gesellschaft. Einfache und undifferenzierte Äußerungen und Antworten auf komplexe Sachverhalte – Menschen werden zu Sündenböcken gemacht. Wie kann man dem begegnen? Was können wir tun – jede/r Einzelne, wenn wir solchem Populismus begegnen? Wir wollen ins Gespräch kommen in unserer Stadt. Der Buß- und Bettag ist ein guter Tag dafür. Ein Tag, an dem wir Christ_innen innehalten und unser Tun und Lassen  bedenken. Herzliche Einladung am 16.11. 2016 um 19.00 Uhr in der Martinikirche.

Das Stadtgespräch wird von Radio Siegen mitgeschnitten und einige Tage später in kürzerer Form gesendet.

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Förderverein KiTa

Schon seit vielen Jahren existiert ein Förderverein, der sich für die Arbeit unserer KiTa einsetzt. Eltern und Ehemalige spenden Geld, damit die Arbeit der KiTa einige Spielräume erhält - über den normalen Haushalt hinaus. Wir haben mit diesen Geldern schon viel Schönes gestalten können, zuletzt Teile des Außengeländes der KiTa, die schöne und interessante Möglichkeiten zum Spielen eröffnen. Am 27.10.2016 trifft sich der Förderverein um 19.30 Uhr in der KiTa – wenn Sie Interesse haben, diese Arbeit zu unterstützen, kommen Sie dazu. Wir freuen uns über jedes neue Mitglied!

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Neue Hörschleife in der Martinikirche

Die Induktionsschleife in der Martinikirche ist ab sofort betriebsbereit! Menschen, die ein Hörgerät tragen, können über die Hörschleife eine verbesserte Hörsituation erreichen. Zudem gibt es einen "Ohrbügel" für die Verstärkung. Er kann bei der Küsterin ausgeliehen werden.

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Offener Brief an Präses Annette Kurschus

Unsere Initiative "Wa(h)re Gesundheit - da hilft nur noch beten?" hat folgenden Brief an die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, geschrieben. (5. September 2016)

 

OFFENER BRIEF
an die
Präses der EKvW
Annette Kurschus
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

 

Sehr geehrte Präses, liebe Annette,

du weißt, dass sich seit mittlerweile dreieinhalb Jahren die Initiative "Wa(h)re Gesundheit – da hilft nur noch beten?" in der Martini-Kirche in jeder Woche zu den Montagsgebeten trifft. Wir wollen damit einen geschützten Raum geben, in dem sich Schwestern und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte austauschen über die prekären Erfahrungen in ihren Arbeitsbereichen und Kraft tanken können - auch zum nötigen Widerstand.

Zudem ist es uns wichtig, Öffentlichkeit zu schaffen für das, was in unserem Gesundheitssystem geschieht. Auf dem Rücken vornehmlich der Schwestern und Pfleger wird Profit gemacht bzw. werden die nötigen Sparmaßnahmen getätigt.

Die Erfahrungsberichte sind erschütternd, die Situation sowohl für Patient innen und Pflegebedürftige als auch für die in diesem Bereich Arbeitenden ist mittlerweile absolut gefährdend.

Die Kirchen sind große Arbeitgeber in diesem Bereich und könnten - und müssten u. E. - Einfluss auf die Politik nehmen, damit diese Verhältnisse verändert werden.

Unabdingbar ist ein gesetzlich gesicherter Pflegeschlüssel, der verantwortungsvolle und würdevolle Pflege und Versorgung von Patient_innen gewährleistet und der Schwestern und Pfleger endlich herausholt aus permanenten Überlastungen und prekären Arbeitssituationen, aber auch aus der schrecklichen Erfahrung, dem eigenen Berufsethos und der Würde der Menschen an keiner Stelle mehr gerecht werden zu können.

Die Gewerkschaft Ver.di initiiert derzeit Streiks in einzelnen Kliniken, um der Forderung nach einem gesetzlich gesicherten Pflegeschlüssel Nachdruck zu verleihen. An der Charité in Berlin haben die Angestellten bereits erfolgreich gestreikt. Im Saarland sind Streiks in Planung, ebenso in NRW.

Die Kirchen schweigen derweil, verweigern ihren Angestellten das Streikrecht. Kirchliche Häuser verweigern die Solidarität mit ihrem Pflegepersonal, statt es zu unterstützen, sich für absolut notwendige Veränderungen in der Gesetzgebung für den Gesundheits- und Pflegebereich stark zu machen, kürzen auch sie Stellen im Pflegebereich.

Es ist u. E. endlich an der Zeit, dass die Kirche(n) als Träger vieler Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen deutlich darauf aufmerksam macht/machen, dass würdevolle und verantwortliche Pflege im derzeitigen Gesundheits- und Abrechnungssystem nicht (mehr) möglich ist. Zudem müssten sie im gesellschaftlichen Diskurs deutlich machen, dass es ein Skandal ist, dass Gesundheit zu einer Ware geworden ist, mit der Profit gemacht wird.

Die Kirche muss ihre Einflussmöglichkeiten nutzen, um die Würde der Menschen – auch und gerade der alten und kranken Menschen – in unserer Gesellschaft zu verteidigen, sie muss, ihrem biblischen Auftrag entsprechend, den Mund auftun für die Stummen. Sie muss mit Nachdruck darauf hinweisen, dass würdevolle und verantwortungsvolle Pflege und Versorgung unter den gegebenen gesetzlichen und abrechnungstechnischen Bedingungen nicht (mehr) möglich ist. Und sie muss, wenn sie verantwortlich und ihren Leitbildern entsprechend handeln will, darauf aufmerksam machen, dass sie – sollte sich nichts verändern – entsprechende Konsequenzen ziehen muss.
Wenn sie dies nicht tut, macht sich die Kirche mitschuldig am würdelosen Umgang mit Patient_innen und pflegebedürftigen Menschen.

Wir möchten dich als Präses unserer Landeskirche und als stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD bitten, deinen Einfluss in Westfalen und auch auf der Ebene der EKD geltend zu machen für eine gesetzliche Regelung eines adäquaten Pflegeschlüssels.

Da wir den öffentlichen Diskurs zu diesem Thema fördern möchten, setzen wir diesen Brief auch auf die Facebook-Seite unserer Initiative.

Herzliche Grüße

für die Initiative "Wa(h)re Gesundheit – da hilft nur noch beten?"

Ute (Waffenschmidt-Leng)

 

 

Ein Jahr Repair-Café

Das Repair-Café der Martnigemeinde und des Vereins ALTERaktiv Siegen-Wittgenstein nimmt kaputte Geräte entgegen und versucht sie zu reparieren - immer am 3. Samstag im Monat von 13:00 Uhr bis 16:30 Uhr (Annahmeschluss 16:00). Es gibt dieses Angebot nun schon seit einem Jahr. Hier ein Bericht auf Radio Siegen vom 1. September 2016.

 

 

Ausstellung von Annette Rubertus:
"Poetische Textil-Welten"

Am Samstag, dem 03.09.2016 haben wir in der Martinikirche eine Ausstellung von Annette Rubertus eröffnet. Annette Rubertus stammt aus Dänemark und ist Textilkünstlerin.

"Der Mensch muss in seinem Zuhause ein Objekt haben, über das er philosophieren kann, an dem er sich festhalten kann und zu sich selbst kommt", beschreibt sie ihren künstlerischen Impuls. In unserer heutigen Welt, in der unser Tun zusehends darauf reduziert werde, Knöpfe, Radar und digitalisierte Medien zu bedienen, verliere der Mensch den Kontakt nicht nur zur Natur, sondern auch zu sinnlich fühlbarem und durch in selbst formbarem Material.  

Annette Rubertus breitet vor unseren Augen ihre sinnlich erfahrbaren Mosaike des fühlbaren Farbenkosmos aus. Lassen Sie sich einladen, Ihre eigene Empfindungswelt and diesem Spektrum verstärkt zu spüren und vielleicht zu erweitern! 

Die Ausstellung ist bis zum 30.09. in der Martini-Kirche zu sehen: immer dienstags bis donnerstags von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr  und zu den Gottesdienstzeiten jeden Sonntag zwischen 10.00 Uhr und 12.30 Uhr.

Am 30.09. zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr stehen die Exponate zum Verkauf. Den Erlös spendet die Künstlerin in Teilen an die Martini-Kirchengemeinde. Wir sagen auch an dieser Stelle sehr herzlichen Dank! 

Ute Waffenschmift-Leng

 

 

Besuch aus Tansania

 

"Karibu! Habari?" – "Willkommen! Was gibt es Neues?" hieß es wieder in unserer Gemeinde, denn vom 30. April bis zum 17. Mai hatten wir tansanischen Besuch. John Msemo, der Partnerschaftsbeauftrage unserer Partnergemeinde Maili Moja in der Nähe von Daressalam war mit der Besuchergruppe des Kirchenkreises gekommen und zu Gast in der Martinigemeinde. Besonders nett waren gemeinsame Aktionen mit John Msemo, wie der Besuch der Attahöhle oder ein Grillabend mit vielen Gelegenheiten zum Austausch.

John Msemo ist in Siegen kein Unbekannter, war er doch bereits zum zweiten Mal hier zu Gast. Für die Tansania-Partnerschaftsgruppe ist es wunderbar, in ihm einen hervorragenden Ansprechpartner zu haben, der – kundig im Umgang mit neuen Medien und der englischen Sprache – jede Mail sofort beantwortet. So lebt unsere Partnerschaft. Sehr interessiert war John Msemo auch am hiesigen Gemeindeleben. So beeindruckte ihn besonders der Besuch der Kita Damaschkestraße, der in ihm die Idee weckte, die heimischen Räumlichkeiten des Kindergottesdienstes für Kinderbetreuung zu nutzen, um den Frauen der Gemeinde Aus- und Weiterbildung sowie berufliche Tätigkeit zu ermöglichen.

Schön war auch, dass John den Pfingstgottesdienst mit Bachchor und regem Kirchbesuch erleben konnte. Mit der gesamten Reisegruppe und einigen Gastgebern nahm John teil am Weite-wirkt-Festival in Halle sowie am VEM-Partnerschaftstag in Wuppertal und einer Exkursion nach Köln/Bonn. Der gesamte Austausch stand unter dem Thema "Migration weltweit". Bei einem gemeinsamen Seminartag war es interessant zu erfahren, wie viele Flüchtlinge das relativ arme Tansania verkraftet.

Beim Abschied waren wir uns sicher, dass es ein Wiedersehen geben wird, möglicherweise auch in Tansania. Briefe, gute Wünsche und kleine Geschenke für die Freunde in Maili Moja gingen in Johns übervollem Gepäck mit auf die Rückreise.

Sigrid Ball

 

 

Offene Martinikirche im Sommer

Im Sommer ist unsere Kirche dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils von 15.00-18.00 Uhr geöffnet. Sie ist ein wunderbarer Raum, um für eine Zeit dem Trubel der Stadt und des Lebens überhaupt zu entkommen und zur Ruhe zu finden. Nutzen Sie das Angebot der Offenen Kirche! Wenn Sie Lust und Zeit haben, im Team der Offenen Kirche mitzumachen und die Offenen Zeiten zeitweise zu betreuen, dann melden Sie sich doch bitte bei D. Breyer (33 4 697) oder bei Pfrn. Waffenschmidt-Leng (33 12 65).

 

 

Arbeitskreis "Flüchtlinge"

Im Bereich unserer Gemeinde sind mittlerweile natürlich auch Flüchtlinge zugezogen. Manche von ihnen wohnen in Wohnungen, seit Anfang Januar sind auch Familien in die alte Hammerhütter Schule eingezogen. Es hat sich ein Kreis von Menschen zusammengefunden, die Angebote und Patenschaften übernehmen: Sprachunterricht in Deutsch, Kontakt und Angebote der Begegnung, Sammeln und Sortieren von Kleider- und anderen Spenden.

Die Sprachkurse finden montags und freitags jeweils von 10.00-11.30 Uhr im Gemeindehaus St.-Johann-Str. 7 statt. Offene Begegnungsangebote für Kinder dienstags und freitags ab 15.00 Uhr, und ein offener Film-Treff alle 14 Tage samstags ab 17.00 Uhr ebenfalls jeweils im Gemeindehaus St.-Johann-Str. 7.

In der Hammerhütter Schule werden dringend Kleidung für Kinder und Erwachsene gebraucht, Bettwäsche (es ist jeweils nur eine Garnitur pro Bett vorhanden), Handtücher, ebenso Geschirr und große Töpfe. Sie können nach Vereinbarung in der Hammerhütter Schule abgegeben werden. Melden Sie sich dazu bitte bei Frau Löhr (Mail: alinaloehr@web.de ; Tel.: 0176 82211416).

Falls Sie sich einbringen möchten, wenden Sie sich bitte an Pfrn. Ute Waffenschmidt-Leng (utewaffenschmidt-leng@t-online.de).

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Überraschungskirche

Ein wunderbares neues Angebot für Eltern mit ihren Kindern! Die Überraschungskirche. Jeweils freitags findet sie im Gemeindehaus St.-Johann-Str. von 15.30-17.00 Uhr statt. In den Räumen gibt es reichlich Spielangebote für die Kinder, die Eltern begegnen sich bei Kaffee und frisch gebackenen Waffeln im Foyer zum Klönen und Quatschen… immer ist ein kurzes Angebot mit biblischer Geschichte und gemeinsamem Singen und anschl. Bastelangebot dabei… Viele Eltern nutzen schon dieses Angebot – die Kinder sind auch begeistert. Herzliche Einladung!

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Woche der Diakonie 2016 

50 Jahre Jung-Stilling-Krankenhaus in der Wichernstraße

 

"Im besten Alter ...!" - so würde es der Volksmund beschreiben - befindet sich das Diakonie Klinikum, wenn das Jung Stilling-Krankenhaus am 8. Oktober 2016 seinen 50. Geburtstag am heutigen Standort Wichernstraße begeht. Wir schreiben das Jahr 1966, als Patienten, Ärzte, Schwestern und alle anderen Verantwortlichen und Mitarbeitenden aus dem ehemaligen Standortlazarett am Fischbacherberg in die neu errichtete, bundesweit beachtete moderne Klinik in der Minnerbach im Siegener Süden ziehen. Grund genug für die Diakonie, diesen runden Geburtstag 50 Jahre später mit einer "Woche der Diakonie" (5.-9. Oktober 2016) zu feiern.

Im Mittelpunkt der Jubiläums steht der "Tag der Offenen Tür" am Samstag (8. Oktober, 11-17 Uhr), an dem das Krankenhaus seine Pforten öffnet, um Besucherinnen und Besuchern einen Blick über die Schultern und hinter die Kulissen einer modernen Klinik zu ermöglichen.  

Die "Woche der Diakonie 2016" beginnt allerdings schon am Mittwoch (5. Oktober) und lädt ein, mit dem stadtbekannten "Hübbelbummler" mitten durch Siegen-City eine Zeitreise von der Minnerbach zum Fischbacherberg zu erleben. Die Verbundenheit unseres Krankenhauses mit dem diakonischen Handeln unserer Kirche wird tags drauf deutlich, wenn am Donnerstag (6. Oktober) in einem Seminar über die Besuchsdienstarbeit der Kirchengemeinden nachgedacht wird. Ebenfalls am Donnerstag (6. Oktober) findet das Siegener Forum Gesundheit statt, bei dem ein aktuelles medizinisches Thema - eingebettet ins Nachdenken über die Entwicklung unseres Krankenhauses - referiert und ins Gespräch gebracht wird. Am darauf folgenden Freitag (7. Oktober) sind alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unserer Einrichtungen zu einem heiter-besinnlichen Festabend eingeladen. Abgeschlossen werden das Jubiläum und der Veranstaltungsreigen mit einem Festgottesdienst am Sonntag (9. Oktober) in der Martinikirche Siegen, den der Bach-Chor musikalisch gestaltet und in dem Pfarrer Ulrich Lilie, Diakonie-Präsident aus Berlin, die Predigt hält.

"Im besten Alter …!" – die Diakonie in Südwestfalen wird den runden Geburtstag seiner größten Einrichtung mit einer Jubiläumsbroschüre würdigen. Bilder und Texte aus 50 Jahren Jung-Stilling-Krankenhaus sollen Erinnerungen wachhalten und Erfahrungen unvergessen machen. In der Jubiläumsschrift werden dann auch genaue Angaben zu den geplanten Veranstaltungen der "Woche der Diakonie" zu finden sein.

Evangelischer Kirchenkreis Siegen

 

 

Erst Inhalte denken – dann Strukturen

Interview mit Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng über eine engere Zusammenarbeit der Siegener Kirchengemeinden (Juni 2014)
 
Im Siegerland gibt es immer weniger evangelische Christen. Das liegt nicht so sehr an den Kirchenaustritten, sondern vor allem an der Bevölkerungsentwicklung: Es sterben mehr Menschen als Kinder zur Welt kommen, die PfarrerInnen stehen mehr auf dem Friedhof als am Taufbecken. Jährlich verliert der Evangelische Kirchenkreis Siegen mehr als 1,5 Prozent seiner Gemeindeglieder. Waren es im Jahr 2000 noch rund 145.000, sind es heute nur noch 124.000. Die Kirchensteuereinnahmen werden sinken. Zudem gehen in den kommenden Jahren etliche Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis in den Ruhestand, und ihre Stellen können nicht alle wiederbesetzt werden. Deswegen sind die Gemeinden in den sieben Regionen im Kirchenkreis Siegen aufgerufen, sich gemeinsam zu überlegen, wie sie den Prozess des Kleinerwerdens gestalten wollen. Die Martinigemeinde gehört mit den Gemeinden Nikolai, Christus, Erlöser und Kaan-Marienborn zur Region vier.
 
Mitte Juni 2014 gab es ein Treffen mit VertreterInnen aller fünf Stadt-Kirchengemeinden in Region vier. Was wurde da besprochen und wie ist der Stand der Dinge?
 
Ute Waffenschmidt-LengUte Waffenschmidt-Leng: Wir haben in der Region, so der Beschluss der Synode, den Auftrag, dass die Gemeinden enger zusammenrücken sollen und müssen. Die Frage ist: Wie organisieren und gestalten wir die Zusammenarbeit hier bei uns in der Region? Unsere Vorstellung als Martini-Kirchengemeinde ist, dass wir als Gemeinden diesen Prozess zusammen gestalten und gemeinsam offen einsteigen wollen. Nicht mit einem vorgegebenen Konzept oder einer Struktur, sondern gucken: Was wollen wir denn eigentlich in den nächsten Jahren erreichen? Wie soll evangelische Kirche in Siegen aussehen und was brauchen wir dafür?
 
Werden in Siegen Gemeinden fusionieren?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ich denke mir, dass es darauf hinauslaufen wird. In welchem Zeitrahmen, weiß ich nicht. Wie das dann passiert, weiß ich auch nicht, darüber ist noch nicht gesprochen worden. Ziele sind eigentlich jetzt noch gar nicht vereinbart worden, das wird in der nächsten Zeit passieren. 
 
Was würde denn für Fusionen sprechen?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Wenn ein Pastor oder eine Pastorin hier in unserer Region "sich bewegt oder nicht mehr bewegt", wie Pastor Pulfrich es formuliert hat, dann werden wir Lösungen finden müssen, wie wir die Versorgung der Gemeinde regeln. Es wird keine Wiederbesetzung der Pfarrstelle mehr geben, sondern wir werden uns mit dieser einen Stelle weniger irgendwie arrangieren müssen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir enger zusammenarbeiten müssen und das macht ja auch Sinn, um Ressourcen und Angebote zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen.
 
Und was spricht dagegen, dass aus mehreren Gemeinden eine wird?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ich glaube, dass wir alle als Gemeinden hier in Siegen unterschiedliche Profile haben. Auch eine unterschiedliche Art, Gemeinde zu leiten, miteinander umzugehen und viele andere Unterschiedlichkeiten. Zu gucken, wie wir eine Gemeinde werden und zusammenwachsen können, das ist, glaube ich, ein nicht ganz so einfacher Prozess. Und wichtig ist dabei, dass die jeweiligen Profile auch erhalten bleiben und nicht nivelliert werden.
 
Was macht das besondere Profil der Martinigemeinde aus?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Unser besonderes Profil ist, dass wir wirklich darauf achten – ob uns das immer gelingt, ist die zweite Frage, aber wir haben zumindest den Anspruch – nicht-hierarchisch miteinander umzugehen, also auf Augenhöhe und wertschätzend miteinander zu kommunizieren, auf allen Ebenen. Das andere ist, dass wir als Gemeinde Theologie und öffentliche Verantwortung miteinander verbinden, dass wir eine Theologie leben und predigen, die Menschen wertschätzt, die Menschen nicht diskriminiert, die politische Verantwortung wahrnimmt. Zum Profil unserer Gemeinde gehören auch die Kirchenmusik, die Mehrgenerationen-Arbeit und die offene Jugendarbeit. 
 
Denkbar wäre ja, dass wir nicht mit einer oder mehreren anderen Gemeinden fusionieren, sondern jede Gemeinde bleibt für sich bestehen und man vereinbart eine Zusammenarbeit.
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ja, wir haben ja das gute Instrument des Gemeindeverbandes, wo ja schon Zusammenarbeit passiert. Das ist sicherlich eine Möglichkeit. Die Problematik daran ist, dass wir uns eine Form überlegen müssen, wie wir mit den Finanzen klarkommen. Finanzen spielen im Blick auf die strukturellen Überlegungen oftmals die größte Rolle. Das ist schade, finde ich, aber es ist so, und man kommt ja auch nicht daran vorbei. Da muss man natürlich Regelungen finden: Wie kriegen wir das, was wir jetzt haben, miteinander finanziert - ob das Häuser sind oder auch manpower, also Hauptamtliche. Wo treffen wir die Entscheidungen? Wo setzen wir Prioritäten in der nächsten Zeit? Das sind die Fragen.
 
Bis wann muss ein Konzept stehen? Gibt es Zeitdruck?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Der gesamte Prozess soll 2025 abgeschlossen sein, aber für unsere Region wird es wahrscheinlich ein bisschen schneller gehen müssen - auch, weil zum Beispiel unsere Gemeinde in der Haushaltssicherung ist. Das wird in absehbarer Zeit andere Gemeinden vielleicht ebenfalls betreffen, finanziell stehen wir alle nicht so gut da. Dieser Druck ist schon immens. Außerdem müssen wir ein Gebäudekonzept entwickeln: Was machen wir mit unseren Gemeindehäusern in der Region, welches können wir schließen, welches halten wir aufrecht? Auf absehbare Zeit werden wir sicher nicht mehr alle Häuser halten können, das wäre auch nicht sinnvoll bei zurückgehenden Gemeindegliederzahlen. Das Konzept sollte aber so entwickelt werden, dass wir uns nicht nach fünf Jahren ärgern: Warum haben wir das denn so gemacht?
 
Wer dich kennt, weiß, dass du eigentlich nicht so gern zuerst über strukturelle Fragen nachdenkst, sondern lieber erst über Inhalte. Hast du eine Idee, wie man diesen ganzen Prozess auch anders beginnen und gestalten könnte?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Schön fände ich, wenn wir uns als Stadtgemeinden überlegen könnten: Was ist denn unsere Vision? Wie soll denn evangelische Kirche in fünf, zehn, fünfzehn Jahren hier in Siegen sein? Was brauchen die Leute hier in der Stadt? Was brauchen ältere Menschen, was brauchen junge Menschen, was braucht das Mittelalter? Wo wollen wir uns engagieren, wo wollen wir vielleicht Schwerpunkte setzen? Wer kann welchen Schwerpunkt dann gegebenenfalls übernehmen? Ich würde gerne inhaltlich anfangen zu denken und dann gucken: Was brauchen wir dafür, diese Inhalte umzusetzen? Das wäre mein Ding!
 

Fragen von Anne Kampf
mit Material von Karlfried Petri/Kirchenkreis Siegen