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Luther-Oratorium: Sänger gesuchtGottesdienste & TermineMontagsgebete 18 Uhr
Luther-Oratorium: Sänger gesuchtGottesdienste & TermineMontagsgebete 18 Uhr

 

Informationen
aus der Martini-Kirchengemeinde

 

 

2. Martini-Stadtgespräch

Populismus – ein Phänomen, das um sich greift in unserer Gesellschaft. Einfache und undifferenzierte Äußerungen und Antworten auf komplexe Sachverhalte – Menschen werden zu Sündenböcken gemacht. Wie kann man dem begegnen? Was können wir tun – jede/r Einzelne, wenn wir solchem Populismus begegnen?

Am 16. November fand zu diesem Thema das zweite Siegener Stadtgespräch statt. Auf dem Podium: Der Siegener Sprachwissenschaftler Clemens Knobloch, der Siegener Sprachkünstler Olaf neopan Schwanke und der Chefredakteur von Radio Siegen, Rüdiger Schlund. Außerdem beteiligten sich zahlreiche Gäste in der Martinikirche an der Diskussion. Moderatorin war die Vorsitzende der Gustav Heinemann Friedensgesellschaft Siegen, Astrid Greve.

Das Stadtgespräch wurde von Radio Siegen mitgeschnitten und steht hier zum Nachhören bereit.

Ute Waffenschmidt-Leng/Anne Kampf

 

 

 

Nachlese zum Martini-Markt

Wer am letzten Oktoberwochenende unseren 12. Martini-Markt besucht hat, wird es auch so erlebt haben:  es war eine wirklich schöne Atmosphäre, lebendig und gut gelaunt, viele schöne, auch anregende Gespräche, Ort der Begegnung, Ort, an dem man es sich gut gehen lassen konnte – nicht zuletzt auch durch die vielen kulinarischen und kulturellen Genüsse, die angeboten wurden. Es war ein wunderbares Fest der Gemeinde, das viele sehr engagierte Menschen ermöglicht und veranstaltet haben und das vielen Menschen weit über unsere Gemeinde hinaus Freude bereitet hat sie auch staunen ließ…  und das – neben all dem, was sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt aber so immens wertvoll ist, wertvoller als alles andere – einen Umsatz von bisher 16.500 Euro ergeben hat.   Auch an dieser Stelle sehr herzlichen Dank an alle, die sich an den unterschiedlichsten Stellen eingebracht und diesen 12. Markt mit ihrem Engagement ermöglicht haben!

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

Lebendiger Advent auf dem Rosterberg

Von der Quartiersmanagerin, die im Auftrag der Stadt Siegen Angebote für ein gutes und attraktives Zusammenleben auf dem Rosterberg sorgen soll, organisiert, finden schöne Angebote unter dem Stichwort ‚Lebendiger Advent’ statt. Hier die Übersicht:    

1.12.2016

17.00 Uhr

Der Advent am Rosterberg wird eingeläutet im Kindergarten St. Peter und Paul, Peter-Paul-Straße 9

2.12.2016

17.15 Uhr

Weihnachtsgeschichten, Singen, Plätzchen & Co. gibt es im Mütterzentrum Siegen e.V., Ziegelwerkstr 54

7.12.2016

17.00 Uhr

Leckere Weihnachtswaffeln und alte Weihnachtsgeschichten erwarten uns im Fritz-Fries-Seniorenzentrum, Rosterstr. 186

12.12.2016

11.00 Uhr

Advents-Brunch in der Begegnungsstätte beim AWO-Ortsverein, Rosterstr. 186, 5 €/p. P., Anmeldung bei Hanne Münch unter Tel. 43421 oder Günter Dickel, Tel. 334566

13.12.2016

17.00 Uhr

Eine vorweihnachtliche Überraschung erwartet uns in der Diesterwegschule, Rosterstr. 41.      Alle Kinder freuen sich auf Sie!

15.12.2016

17.00 Uhr

Im Martini-Kindergarten, Damaschkestr. 29, gibt es Weihnachtsgeschichten bei Kerzenlicht!

18.12.2016

14.00 Uhr

Wintergrillen und kleiner Weihnachtsmarkt auf dem Schulhof vom Peter-Paul-Rubens-Gymnasium, Rosterstr. 143

19.12.2016

10.30 Uhr

Ein vorweihnachtliches Theaterstück haben die Schüler*innen der Hans-Reinhard-Schule, Rosterstr. 198

 

 

 

 

Heiligabend in der Martinikirche

Auch in diesem Jahr gestalten die Konfis den Familiengottesdienst an Heiligabend. In diesem Jahr wird es ein Schwarzlicht-Theater zu Weihnachten geben. Herzliche Einladung am 24. 12. 2016, um 16.00 Uhr in der Martinikirche.

Den großen Heiligabend-Gottesdienst gestaltet auch in diesem Jahr der Bach-Chor mit. Ein Team und Pfrn. Waffenschmidt-Leng gestalten ihn um 18.00 Uhr in der Martinikirche.

 

 

Kantatengottesdienst zu Silvester

Am letzten Tag dieses Jahres feiern wir in der Martinikirche (anders als in den letzten Jahren) bereits um 16.00 Uhr einen Kantatengottesdienst, in dem die Präses unserer Landeskirche, Annette Kurschus, Liturgie und Predigt hält. Aus diesem besonderen Anlass fällt der Gottesdienst im Gemeindehaus Damaschkestraße aus.

 

 

Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen

In jedem Jahr treffen sich evangelische und katholische Christinnen und Christen, um miteinander in besonderer Weise Ökumene zu praktizieren und für die Einheit der Christinnen und Christen zu beten. In Zeiten von zunehmendem Fundamentalismus eine immer wichtigere Sache! Am 17. und 18. Januar 2017 finden jeweils um 19.30 Uhr Gesprächsabende im K 3, dem katholischen Kirchenladen "CityPastoral" in der Koblenzer Str. 5 (Ecke Koblenzer Str. / Häutebachweg), statt. Am 19. Januar feiern wir einen ökumenischen Gottesdienst in der Martinikirche – ebenfalls um 19.30 Uhr. Herzliche Eindladung!

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Neue Hörschleife in der Martinikirche

Die Induktionsschleife in der Martinikirche ist ab sofort betriebsbereit! Menschen, die ein Hörgerät tragen, können über die Hörschleife eine verbesserte Hörsituation erreichen. Zudem gibt es einen "Ohrbügel" für die Verstärkung. Er kann bei der Küsterin ausgeliehen werden.

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

Offener Brief an Präses Annette Kurschus

Unsere Initiative "Wa(h)re Gesundheit - da hilft nur noch beten?" hat folgenden Brief an die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, geschrieben. (5. September 2016)

 

OFFENER BRIEF
an die
Präses der EKvW
Annette Kurschus
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

 

Sehr geehrte Präses, liebe Annette,

du weißt, dass sich seit mittlerweile dreieinhalb Jahren die Initiative "Wa(h)re Gesundheit – da hilft nur noch beten?" in der Martini-Kirche in jeder Woche zu den Montagsgebeten trifft. Wir wollen damit einen geschützten Raum geben, in dem sich Schwestern und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte austauschen über die prekären Erfahrungen in ihren Arbeitsbereichen und Kraft tanken können - auch zum nötigen Widerstand.

Zudem ist es uns wichtig, Öffentlichkeit zu schaffen für das, was in unserem Gesundheitssystem geschieht. Auf dem Rücken vornehmlich der Schwestern und Pfleger wird Profit gemacht bzw. werden die nötigen Sparmaßnahmen getätigt.

Die Erfahrungsberichte sind erschütternd, die Situation sowohl für Patient innen und Pflegebedürftige als auch für die in diesem Bereich Arbeitenden ist mittlerweile absolut gefährdend.

Die Kirchen sind große Arbeitgeber in diesem Bereich und könnten - und müssten u. E. - Einfluss auf die Politik nehmen, damit diese Verhältnisse verändert werden.

Unabdingbar ist ein gesetzlich gesicherter Pflegeschlüssel, der verantwortungsvolle und würdevolle Pflege und Versorgung von Patient_innen gewährleistet und der Schwestern und Pfleger endlich herausholt aus permanenten Überlastungen und prekären Arbeitssituationen, aber auch aus der schrecklichen Erfahrung, dem eigenen Berufsethos und der Würde der Menschen an keiner Stelle mehr gerecht werden zu können.

Die Gewerkschaft Ver.di initiiert derzeit Streiks in einzelnen Kliniken, um der Forderung nach einem gesetzlich gesicherten Pflegeschlüssel Nachdruck zu verleihen. An der Charité in Berlin haben die Angestellten bereits erfolgreich gestreikt. Im Saarland sind Streiks in Planung, ebenso in NRW.

Die Kirchen schweigen derweil, verweigern ihren Angestellten das Streikrecht. Kirchliche Häuser verweigern die Solidarität mit ihrem Pflegepersonal, statt es zu unterstützen, sich für absolut notwendige Veränderungen in der Gesetzgebung für den Gesundheits- und Pflegebereich stark zu machen, kürzen auch sie Stellen im Pflegebereich.

Es ist u. E. endlich an der Zeit, dass die Kirche(n) als Träger vieler Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen deutlich darauf aufmerksam macht/machen, dass würdevolle und verantwortliche Pflege im derzeitigen Gesundheits- und Abrechnungssystem nicht (mehr) möglich ist. Zudem müssten sie im gesellschaftlichen Diskurs deutlich machen, dass es ein Skandal ist, dass Gesundheit zu einer Ware geworden ist, mit der Profit gemacht wird.

Die Kirche muss ihre Einflussmöglichkeiten nutzen, um die Würde der Menschen – auch und gerade der alten und kranken Menschen – in unserer Gesellschaft zu verteidigen, sie muss, ihrem biblischen Auftrag entsprechend, den Mund auftun für die Stummen. Sie muss mit Nachdruck darauf hinweisen, dass würdevolle und verantwortungsvolle Pflege und Versorgung unter den gegebenen gesetzlichen und abrechnungstechnischen Bedingungen nicht (mehr) möglich ist. Und sie muss, wenn sie verantwortlich und ihren Leitbildern entsprechend handeln will, darauf aufmerksam machen, dass sie – sollte sich nichts verändern – entsprechende Konsequenzen ziehen muss.
Wenn sie dies nicht tut, macht sich die Kirche mitschuldig am würdelosen Umgang mit Patient_innen und pflegebedürftigen Menschen.

Wir möchten dich als Präses unserer Landeskirche und als stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD bitten, deinen Einfluss in Westfalen und auch auf der Ebene der EKD geltend zu machen für eine gesetzliche Regelung eines adäquaten Pflegeschlüssels.

Da wir den öffentlichen Diskurs zu diesem Thema fördern möchten, setzen wir diesen Brief auch auf die Facebook-Seite unserer Initiative.

Herzliche Grüße

für die Initiative "Wa(h)re Gesundheit – da hilft nur noch beten?"

Ute (Waffenschmidt-Leng)

 

 

 

Arbeitskreis "Flüchtlinge"

 

Im Bereich unserer Gemeinde sind mittlerweile natürlich auch Flüchtlinge zugezogen. Manche von ihnen wohnen in Wohnungen, seit Anfang Januar sind auch Familien in die alte Hammerhütter Schule eingezogen. Es hat sich ein Kreis von Menschen zusammengefunden, die Angebote und Patenschaften übernehmen: Sprachunterricht in Deutsch, Kontakt und Angebote der Begegnung, Sammeln und Sortieren von Kleider- und anderen Spenden.

Die Sprachkurse finden montags und freitags jeweils von 10.00-11.30 Uhr im Gemeindehaus St.-Johann-Str. 7 statt. Offene Begegnungsangebote für Kinder dienstags und freitags ab 15.00 Uhr, und ein offener Film-Treff alle 14 Tage samstags ab 17.00 Uhr ebenfalls jeweils im Gemeindehaus St.-Johann-Str. 7.

In der Hammerhütter Schule werden dringend Kleidung für Kinder und Erwachsene gebraucht, Bettwäsche (es ist jeweils nur eine Garnitur pro Bett vorhanden), Handtücher, ebenso Geschirr und große Töpfe. Sie können nach Vereinbarung in der Hammerhütter Schule abgegeben werden. Melden Sie sich dazu bitte bei Frau Löhr (Mail: alinaloehr@web.de ; Tel.: 0176 82211416).

Falls Sie sich einbringen möchten, wenden Sie sich bitte an Pfrn. Ute Waffenschmidt-Leng (utewaffenschmidt-leng@t-online.de).

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

 

Erst Inhalte denken – dann Strukturen

Interview mit Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng über eine engere Zusammenarbeit der Siegener Kirchengemeinden (Juni 2014)
 
Im Siegerland gibt es immer weniger evangelische Christen. Das liegt nicht so sehr an den Kirchenaustritten, sondern vor allem an der Bevölkerungsentwicklung: Es sterben mehr Menschen als Kinder zur Welt kommen, die PfarrerInnen stehen mehr auf dem Friedhof als am Taufbecken. Jährlich verliert der Evangelische Kirchenkreis Siegen mehr als 1,5 Prozent seiner Gemeindeglieder. Waren es im Jahr 2000 noch rund 145.000, sind es heute nur noch 124.000. Die Kirchensteuereinnahmen werden sinken. Zudem gehen in den kommenden Jahren etliche Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis in den Ruhestand, und ihre Stellen können nicht alle wiederbesetzt werden. Deswegen sind die Gemeinden in den sieben Regionen im Kirchenkreis Siegen aufgerufen, sich gemeinsam zu überlegen, wie sie den Prozess des Kleinerwerdens gestalten wollen. Die Martinigemeinde gehört mit den Gemeinden Nikolai, Christus, Erlöser und Kaan-Marienborn zur Region vier.
 
Mitte Juni 2014 gab es ein Treffen mit VertreterInnen aller fünf Stadt-Kirchengemeinden in Region vier. Was wurde da besprochen und wie ist der Stand der Dinge?
 
Ute Waffenschmidt-LengUte Waffenschmidt-Leng: Wir haben in der Region, so der Beschluss der Synode, den Auftrag, dass die Gemeinden enger zusammenrücken sollen und müssen. Die Frage ist: Wie organisieren und gestalten wir die Zusammenarbeit hier bei uns in der Region? Unsere Vorstellung als Martini-Kirchengemeinde ist, dass wir als Gemeinden diesen Prozess zusammen gestalten und gemeinsam offen einsteigen wollen. Nicht mit einem vorgegebenen Konzept oder einer Struktur, sondern gucken: Was wollen wir denn eigentlich in den nächsten Jahren erreichen? Wie soll evangelische Kirche in Siegen aussehen und was brauchen wir dafür?
 
Werden in Siegen Gemeinden fusionieren?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ich denke mir, dass es darauf hinauslaufen wird. In welchem Zeitrahmen, weiß ich nicht. Wie das dann passiert, weiß ich auch nicht, darüber ist noch nicht gesprochen worden. Ziele sind eigentlich jetzt noch gar nicht vereinbart worden, das wird in der nächsten Zeit passieren. 
 
Was würde denn für Fusionen sprechen?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Wenn ein Pastor oder eine Pastorin hier in unserer Region "sich bewegt oder nicht mehr bewegt", wie Pastor Pulfrich es formuliert hat, dann werden wir Lösungen finden müssen, wie wir die Versorgung der Gemeinde regeln. Es wird keine Wiederbesetzung der Pfarrstelle mehr geben, sondern wir werden uns mit dieser einen Stelle weniger irgendwie arrangieren müssen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir enger zusammenarbeiten müssen und das macht ja auch Sinn, um Ressourcen und Angebote zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen.
 
Und was spricht dagegen, dass aus mehreren Gemeinden eine wird?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ich glaube, dass wir alle als Gemeinden hier in Siegen unterschiedliche Profile haben. Auch eine unterschiedliche Art, Gemeinde zu leiten, miteinander umzugehen und viele andere Unterschiedlichkeiten. Zu gucken, wie wir eine Gemeinde werden und zusammenwachsen können, das ist, glaube ich, ein nicht ganz so einfacher Prozess. Und wichtig ist dabei, dass die jeweiligen Profile auch erhalten bleiben und nicht nivelliert werden.
 
Was macht das besondere Profil der Martinigemeinde aus?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Unser besonderes Profil ist, dass wir wirklich darauf achten – ob uns das immer gelingt, ist die zweite Frage, aber wir haben zumindest den Anspruch – nicht-hierarchisch miteinander umzugehen, also auf Augenhöhe und wertschätzend miteinander zu kommunizieren, auf allen Ebenen. Das andere ist, dass wir als Gemeinde Theologie und öffentliche Verantwortung miteinander verbinden, dass wir eine Theologie leben und predigen, die Menschen wertschätzt, die Menschen nicht diskriminiert, die politische Verantwortung wahrnimmt. Zum Profil unserer Gemeinde gehören auch die Kirchenmusik, die Mehrgenerationen-Arbeit und die offene Jugendarbeit. 
 
Denkbar wäre ja, dass wir nicht mit einer oder mehreren anderen Gemeinden fusionieren, sondern jede Gemeinde bleibt für sich bestehen und man vereinbart eine Zusammenarbeit.
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ja, wir haben ja das gute Instrument des Gemeindeverbandes, wo ja schon Zusammenarbeit passiert. Das ist sicherlich eine Möglichkeit. Die Problematik daran ist, dass wir uns eine Form überlegen müssen, wie wir mit den Finanzen klarkommen. Finanzen spielen im Blick auf die strukturellen Überlegungen oftmals die größte Rolle. Das ist schade, finde ich, aber es ist so, und man kommt ja auch nicht daran vorbei. Da muss man natürlich Regelungen finden: Wie kriegen wir das, was wir jetzt haben, miteinander finanziert - ob das Häuser sind oder auch manpower, also Hauptamtliche. Wo treffen wir die Entscheidungen? Wo setzen wir Prioritäten in der nächsten Zeit? Das sind die Fragen.
 
Bis wann muss ein Konzept stehen? Gibt es Zeitdruck?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Der gesamte Prozess soll 2025 abgeschlossen sein, aber für unsere Region wird es wahrscheinlich ein bisschen schneller gehen müssen - auch, weil zum Beispiel unsere Gemeinde in der Haushaltssicherung ist. Das wird in absehbarer Zeit andere Gemeinden vielleicht ebenfalls betreffen, finanziell stehen wir alle nicht so gut da. Dieser Druck ist schon immens. Außerdem müssen wir ein Gebäudekonzept entwickeln: Was machen wir mit unseren Gemeindehäusern in der Region, welches können wir schließen, welches halten wir aufrecht? Auf absehbare Zeit werden wir sicher nicht mehr alle Häuser halten können, das wäre auch nicht sinnvoll bei zurückgehenden Gemeindegliederzahlen. Das Konzept sollte aber so entwickelt werden, dass wir uns nicht nach fünf Jahren ärgern: Warum haben wir das denn so gemacht?
 
Wer dich kennt, weiß, dass du eigentlich nicht so gern zuerst über strukturelle Fragen nachdenkst, sondern lieber erst über Inhalte. Hast du eine Idee, wie man diesen ganzen Prozess auch anders beginnen und gestalten könnte?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Schön fände ich, wenn wir uns als Stadtgemeinden überlegen könnten: Was ist denn unsere Vision? Wie soll denn evangelische Kirche in fünf, zehn, fünfzehn Jahren hier in Siegen sein? Was brauchen die Leute hier in der Stadt? Was brauchen ältere Menschen, was brauchen junge Menschen, was braucht das Mittelalter? Wo wollen wir uns engagieren, wo wollen wir vielleicht Schwerpunkte setzen? Wer kann welchen Schwerpunkt dann gegebenenfalls übernehmen? Ich würde gerne inhaltlich anfangen zu denken und dann gucken: Was brauchen wir dafür, diese Inhalte umzusetzen? Das wäre mein Ding!
 

Fragen von Anne Kampf
mit Material von Karlfried Petri/Kirchenkreis Siegen